26.07.15

APP SOLL DEN WELTHUNGER BEKÄMPFEN !?

 

Eine App mit dem Namen "ShareTheMeal" möchte momentan den steigenden Welthunger per Fingertipp über das Smartphone bekämpfen. Mit nur 40 Cent kann man laut den Uno Mitarbeiter und Mitentwickler Sebastian Stricker, ein Schulkind den ganzen Tag mit Essen versorgen. Derzeit läuft das App-Projekt welches auch von der UNO mit ins Leben gerufen wurde, in Lesotho erfolgreich an. Bis lang kamen ca. 165000 Mahlzeiten zusammen oder auch ca. 66000 Euro. Nach einer Spende erhält man ein Foto mit ein paar Infos von Kindern denen man geholfen haben soll. "Die sind alle echt" versichert Sebastian Stricker. Jedes 7 Kind hungert, so die momentane Kernaussage dieser Projektleitenden. Das aber auch trotz solch einer App bis zum Jahre 2030  ca. 70 Millionen Kinder verhungern, wurde nicht erwähnt und lässt einen die Hoffnung auf einen Sieg gegen den Welthunger schwinden. Im Grunde ist solch eine App für unser schlechtes Gewissen oder unser Drang zu helfen, zwar eine gute Sache aber trozdem sollte man nun nicht den Eindruck erwecken man könne den Welthunger nur über ein gedecktes Bankkonto bzw. nur mit einem Smartphone bekämpfen und unser

Konsumverhalten hätte damit nichts zu tun oder könne daran nichts ändern und wir nach einer solchen Spende einfach so weiter machen können wie bisher. Wenn wir z.B. weniger Fleisch essen würden, wäre manches Kind besser dran als mit den 40 Cent von denen noch 7% Verwaltungsgebühren abgehen. Denn wenn wir auf ein paar Steaks verzichten würden, könnte man mit dem erspartem (Vieh)Getreide welches importiert werden muss, damit mindestens 20-30 Menschen in der dritten Welt satt machen.

Denn der Hunger in den Entwicklungsländern ist kein logistisches oder geographisches Problem oder das Ergebnis von dort lebenden dummen oder unfähigen Menschen die mit schwierigen klimatischen Bedingungen zu kämpfen hätten, wie die meisten glauben. Sondern das Produkt kapitalistischer Ausbeutung und Unwissenheit der anderen Seite dieser Erde. Denen geht es schlecht damit es uns gut geht. Sie müssen also hungern damit wir uns ein Smartphone leisten können um mit einer App so zu tun als wären wir großzügig ????? Im Grunde wurde jedes Kind der dritten Welt was an Hunger gestorben ist, ermordet. Ich finde es trotzdem ein gutes Projekt aber das Smartphone sollte nicht den Eindruck erwecken das man kein Mitgefühl zeigen würde oder ein Ignorant wäre wenn man keins besitzt. Mit einem Smartphone in der Tasche zeigt man dass man sich für den Frieden und gegen den Hunger einsetzt. Wer ohne Smartphone versucht die Welt zu ändern könnte in Zukunft bald alleine da stehen.

 


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